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Ratschläge / Teil3

Gesundheits-Tipps für den Alltag

Teil 3

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Stichwortverzeichnis:

Burn out-Syntrom oder Depression

Schlaflosigkeit, Kopf- und Rückenschmerzen, Krämpfe im Bauch, zeitweise Durchfall, dann Verstopfung, Leistungsschwäche. Man ist müde, ausgebrannt. Nichts erscheint mehr sinnvoll, keine Freude am Leben, kein Grund zu lachen, Angst, manchmal Panik.

Burn out nennt man diese 'Stimmung'.

Sie deutet auf eine ernsthafte Erkrankung der Seele hin. Wer so in der Praxis erscheint, ist auf dem besten Wege zu einer Depression oder schlimmer noch, Psychose.

Das ist kein vorübergehendes Stimmungstief, die Symptome gehen darüber hinaus und verlangen nach ärztlicher oder psychologischer Hilfe und Behandlung. Es handelt sich um eine Gemütskrankheit, keine Geisteskrankheit. Eine Geisteskrankheit ist mit Merk-, Gedächtnisschwäche oder Orientierungsstörungen verbunden. Eine Gemütskrankheit aber lähmt den Willen und verändert die Gefühlswelt mit einer tiefen Hoffnungslosigkeit. Die Ursache ist meistens die Reaktion auf ein einschneidendes Ereignis wie Trennung, Todesfall oder einer schweren Krankheit. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Stoffwechselstörung im Gehirn, verbunden mit einer Störung im Neurotransmitterhaushalt (Nervenhormone) wie dem Serotonin, Dopamin und Noradrenalin.

Das ist auch der Ansatz für die moderne Therapie - die Harmonie der Botenstoffe herzustellen. Doch auch Gespräche und eine aktive Tagesgestaltung schaffen bereits Abhilfe.

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Sollen ältere Menschen noch öfter verreisen?

Vor einem halben Jahr fragte mich eine ältere Witwe, deren Ehemann, den sie jahrelang aufopferungsvoll gepflegt hatte, verstorben war, ob sie wohl mit ihren 75 Jahren noch einmal verreisen könne. Sie war durch die Pflege inzwischen ohne soziale Kontakte, vereinsamt und befand sich in einem seelischen Tief. Ich riet ihr zu einer Busreise ins Nachbarland, von der sie als anderer Mensch zurückkam. Sie hatte wieder Lebensmut, Zuversicht und setzte sich neue Ziele - auch Reiseziele.

Reisen muss nicht immer ein Risiko bedeuten, wie man im Hinblick auf ältere Menschen und chronisch Kranke immer wieder hört. Reisen verschafft Bewegung, weckt Interessen, hält geistig und körperlich fit. Eine wunderbare Kombination also, die fast unbemerkt abläuft. Es sollte aber in jedem Fall eine Reise sein, die von Länge, Klima, Strapazen und Entfernung dem individuellen Zustand der reiselustigen Person entspricht. Es sollte schon bei der Vorbereitung ein Gespräch mit dem Hausarzt geführt werden. Eine lange Flugreise mit Jetleg bei einem Zuckerkranken würde die Tabletten- oder Insulineinstellung erheblich stören. Herz-Kreislaufkranke sollten nicht längere Zeit fliegen oder einen Urlaub in Höhen von über 2000 Metern machen.

Die vielen Kontakte in der Gruppe und mit anderen Menschen im Gastland sind die beste Medizin gegen Vereinsamung, so wie das Neue und Unbekannte Inaktivität und Bequemlichkeit bekämpfen helfen. In jedem Falle sollte das Risiko, das bei jeder Reise auftritt, mit ärztlichem Rat und guter medikamentöser Einstellung gemindert werden.

Den notwendigen Ruck zum Verlassen der häuslichen, gewohnten Umgebung aber, den muss man sich schon selbst geben.

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Medikamente am Steuer

Ein Besuch der Großeltern in Rostock steht unmittelbar bevor, das Auto gepackt, die Familie schon unruhig vor der großen Fahrt. Nur der Vater, der Fahrer, der die Strecke allein bewältigen muss, ist angeschlagen mit einer Erkältung.

Was kann und darf er kurzfristig einnehmen, um die Fahrtüchtigkeit nicht negativ zu beeinflussen? Bei Alkohol ist dies bekannt, wie aber ist es mit Medikamenten? Jeder Verkehrsteilnehmer muss vor Fahrantritt selbst entscheiden, ob er fit genug ist, um den Anforderungen zu genügen. Hier gibt es bei der Einnahme von Arznei keine 'Promillegrenze', d.h. keine gesetzliche Vorschrift, wenn man vom Drogenkonsum einmal absieht.

Medikamente beeinträchtigen mehr oder weniger die Fahrtauglichkeit d.h. die Reaktion und Konzentration, so dass einige Grundregeln zu beachten sind:

Wenn ein Arzt die Medikamente verschreibt, dann sollte man ihn gleich fragen, bei rezeptfreien Mitteln bietet sich der Apotheker an. Zumindest in der Gebrauchsanweisung, dem so genannten 'Waschzettel' ist die Beeinflussung der Fahrtauglichkeit vermerkt, der Hersteller ist dazu verpflichtet.

Natürlich muss die Dosierung genau eingehalten werden. Bei Mehreinnahmen kann die Wirkung eine andere sein. Ganz besonders ist bei Schlafmitteleinnahme am Abend oder in der Nacht daran zu denken, dass man am nächsten Tag mit einem 'Hang over', d.h. einem 'Überhang' rechnen muss und noch müde ist bis zum Mittag. Wenn beim Lesen die Buchstaben verschwimmen, sollte man sich nicht ans Steuer setzen.

Die Medikamente dürfen niemals mit Alkohol zusammen eingenommen werden, besonders Psychopharmaka, weil sie ihre Wirkung total verändern können.

Insgesamt ist besondere Vorsicht geboten bei allen Schlaf- und Beruhigungsmitteln, bei Psychopharmaka, Allergiemitteln, starken Schmerz- und blutdrucksenkenden Mitteln, aber auch bei Appetitszüglern und Mitteln gegen Zuckerkrankheit. Im Zweifel fragen sie ihren Arzt oder Apotheker.

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Nach Krankheiten nicht zu schnell auf volle Leistung

Ist das Fieber gerade abgeklungen, der Kopf leichter und die Nase wieder frei, gewinnt der Körper langsam seine Lebenskraft zurück. Manche denken dann, sofort mit voller Kraft wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren oder die liegen gebliebene Arbeit im Haushalt mit viel Willen und einigen Pausen zu bewältigen. Wenn plötzlich ein Rückfall auftritt, sind sie ganz und gar erstaunt.

Auch nach Operationen können Komplikationen den Menschen zur Ruhe zwingen. Das unvernünftige Verhalten mancher zeigt eine Fehleinschätzung an, denn der Organismus befindet sich je nach vorangegangener Schwere der Erkrankung etwa drei bis vier Wochen in der Rekonvaleszenz. Dieses Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "wieder kräftig werden (reconvalescere)". Sie ist das letzte Stadium einer Krankheit und muss genau so ernst genommen werden wie die Krankheit selbst.

Wichtigstes Kriterium dieser Phase ist Ruhe und Muse, um die Krise des Körpers zu überwinden, das Immunsystem zu stärken und voll funktionsfähig zu machen, sich langsam wieder an stärkere Belastungen anpassen. Für die körperliche Fitness sind Spaziergänge wichtig, deren Tempo und Dauer täglich langsam gesteigert werden, um Herz und Kreislauf inklusive Durchblutung wieder in Schwung zu bringen.

Dafür ist eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung mit täglich etwa 250 Gramm Obst und 350 Gramm Gemüse zu empfehlen. Vollkornbrot liefert Zink und Selen, Orange, Zitronen, Kiwis, Äpfel, Aprikosen und Sauerkraut decken den Vitamin C-Bedarf. Das mentale Gleichgewicht erlangt man mit Johanniskrauttee.

Einen Cocktail, der Körper und Geist wieder auf Schwung bringt, kann man sich selbst herstellen aus einem Liter Vollmilch, je einem Esslöffel Bierhefe, Soja- und Distelöl, Lecithin, Mango-, Kiwi- oder Papayasaft und einem Teelöffel Magnesiumoxid aus der Apotheke oder dem Reformhaus. Von diesem Getränk drei bis vier Mal täglich trinken.

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Skilaufen und die Gelenke

Jedes Jahr freuen sich viele Leute auf die weiße Pracht und den Wintersport. Oft wird damit auch die Frage gestellt: "Kann ich noch Skilaufen oder belastet ich meine Kniegelenke zu sehr?"

Viele Menschen leiden unter Knieschmerzen, deren Ursache Gelenkverschleiß (Arthrose) ist. Bei den 65-Jährigen ist jeder Zweite mit Schmerzen und Entzündungserscheinungen betroffen. In jüngeren Jahren sind vor allem angeborene Fehlstellungen der Gelenke, einseitige Belastungen durch den Beruf oder durch übermäßigen Sport in der Freizeit schuld, wenn sich das Gelenk mit Knorpelschäden und einer Entzündung schmerzend bemerkbar macht.

Gerade bei Alpin-Skilaufen verursachen die kurzen Schläge der harten Piste und Unebenheiten im Boden sowie Drehkräfte beim Schwingen (die besonders auf die Knorpelflächen einwirken) Schäden an den Knien. Aber auch Fußball, Squash, Tennis und sogar Golfen sind ausgesprochen 'knieunfreundliche' Sportarten. Es besteht auch ein Unterschied darin, ob lockerer Freizeitsport oder Leistungssport betrieben wird.

Sind bereits arthrotische Veränderungen vorhanden, sollte man auf stärkere Belastungen verzichten. Das heißt Abschiednehmen vom Abfahrtslauf und der Schussfahrt ins Tal. Dafür kann man aber Skilanglauf und Sportarten wie Wandern, Radfahren, Gymnastik und Schwimmen ausführen, denn bei Arthrose ist die Bewegung eine Notwendigkeit. Wer rastet, der rostet, gilt hier besonders für die Gelenke.

Um die Knie vorbeugend vor übermäßiger Belastung zu schützen, sollten auch gesunde Kniegelenke vor dem Alpin-Skifahren trainiert werden. Bewegung ist ein gutes Therapeutikum der Arthrose, allerdings verträgt sie keine Überlastung.

Für den Schutz sorgen regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen und Radfahren, damit die Beinmuskulatur gekräftigt wird. Ferner Schuhe mit flachen Absätzen und weichen Sohlen, Gewichtsreduzierung und weniger Lasten tragen. Auch sollte man öfteres Hocken und eine starke Beugung der Knie vermeiden. Eine beginnende Arthrose kann mit gesunder Ernährung (wenig Fleisch, mehr Obst und Gemüse), Bewegung und Naturmitteln erfolreich behandelt werden. Kranke Gelenke jedoch erfordern den ärztlichen Rat, Physiotherapie und Medikamente.

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Was im Schlafzimmer zu tun und zu lassen ist

Nicht immer ist der Schlaf so ungestört und problemlos wie er sein sollte. Viele Menschen klagen über Einschlaf- oder Durchschlafstörungen und stehen frühmorgens zerschlagen und müde auf. Jeder dritte Erwachsene leidet an solchen Störungen, die mit dem Lebensalter zunehmen.

Viel zu schnell werden Schlaftabletten verordnet, ohne die Ursachen zu analysieren. Sie sind sehr vielfältig und treten oft in Begleitung mit anderen Beschwerden wie Herz-, Lungen-, Schilddrüsenerkrankungen, Schmerzsyndromen, bei degenerativen Nerven- und bei fast allen psychiatrischen Erkrankungen auf. Hier gilt es, die Grundkrankheit zu behandeln. Aber auch Medikamente wie Psychostimulantien und Schilddrüsenhormone können den Schlaf stören, ebenso äußere Faktoren wie Lärmbelästigung, Schichtarbeit oder Jetlag.

Sind die fassbaren Ursachen beseitigt und kommt man nicht zur Ruhe, kann man vorübergehend für zwei, maximal drei Wochen ein Schlafmittel einnehmen, um den Körper wieder zu beruhigen. Dabei sollte man zuerst pflanzliche Mittel wie Baldrian, Baldrianpräparate, Hopfen anwenden, die bei leichten Schlafstörungen helfen. Tritt keine Besserung ein, sollte man mit dem Arzt sprechen, der dann leichte Antidepressiva oder Hypnotika, also chemische Mittel verordnet. Dies nicht, ohne auf Verhaltensregeln der Schlafhygiene hinzuweisen: regelmäßige Schlafzeiten einhalten, feste Zeiten beim Zubettgehen und Aufstehen (auch an Wochenenden).

Kommt Müdigkeit am Tage auf, sollte maximal 20 Minuten und nicht nach 15 Uhr geschlafen werden, also ein kurzes Nickerchen vor allem im Alter.

Die Raumtemperatur im Schlafraum sollte nicht höher als 17 Grad sein. Alles, was an Arbeit erinnert, hat im Bett nichts zu suchen. Leichte Speisen bis spätestens 18 Uhr einnehmen, keine koffeinhaltigen Getränke (Kaffee, Cola, Tee) nach 17 Uhr, auch kein Alkohol und Nikotin. Ratsam ist ein Spaziergang an frischer Luft, um geistig und emotional zu entspannen.

Genau genommen sollten im Schlafzimmer nur Schlafen und Sex erlaubt sein. Dazu wünsche ich Ihnen viel Vergnügen und danach einen guten, ruhigen Schlaf.

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Frühjahrsmüdigkeit - gesund oder krank?

Viele Menschen erwachen am Morgen, begrüßen den Tag freudig und freuen sich gerade nach dem langen Winter auf jedes grüne Blatt und bunte Blümchen, was sich neugierig in die Frühlingssonne reckt.

Andere erleben das Gegenteil. Ein Drittel der deutschen Erwachsenen führt die Müdigkeit und nicht nur im Frühjahr direkt zum Arzt, weil sie sich das Zerschlagensein, die Schlappheit schon am Morgen und die Müdigkeit am Tage nicht erklären können. Auch bei Älteren ist das nicht normal. Gut, im Frühjahr kann es vorübergehend durch Sauerstoffmangel und Mangel an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien zu Ermüdungserscheinungen kommen, die aber nach zwei bis drei Wochen und einem erholsamen längeren Schlaf wieder vorüber gehen.

Die Müdigkeit, die für den Arzt Bedeutung erlangt, dauert mehr als vier Wochen an. Man bezeichnet sie mit dem Fachbegriff Chronic-Fatique-Syndrom. Sie bezeichnet Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen mit krankhafter Ursache.

Bei Schlafstörungen können eingenommene Schlafmittel Überhänge am nächsten Tag genau wie andere Medikamente als Begleitwirkung haben, wie Antidepressiva, Neuroleptika (Nervenmittel), Antihistaminika (gegen Allergien), Antihypertonika (gegen hohen Blutdruck), Opiate, Parkinsonmittel oder Benzodiazepine. Der Arzt sollte stets unterrichtet werden, wenn der Patient mit Umweltgiften wie Lösemittel (Benzen, Xylol, Styrol) zu tun hat oder Luftverschmutzungen (Stäube, Rauche, Dämpfe) ausgesetzt ist.

Hinter mancher chronischen Müdigkeit verbirgt sich eine Erkrankung der Leber wie eine Virushepatitis, die sich oft im Anfang nur durch Müdigkeit zeigt, eine Nieren- oder Zuckerkrankheit oder eine Schilddrüsen- oder Bluterkrankung, auch manchmal ein Tumor oder eine akute und chronische Entzündung.

Verschwindet die so genannte 'Frühjahrsmüdigkeit' nicht innerhaltb von vier Wochen trotz Obst, Gemüse und ausreichend Trinken und Schlaf, ist der Arzt gefragt. Denn: Der Schlüssel zur Heiterkeit liegt in unserer Gesundheit.

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Des Körpers Warnsignale

Viele Krankheiten sind plötzliche Ereignisse. Fragt man als Arzt aber genauer nach voraus gegangenen Veränderungen und Störungen in der Anamnese, erfährt man, dass in den vergangenen Monaten Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Brustschmerzen und Missempfindungen in Händen und Füßen aufgetreten sind. Dazu innere Unruhe und Schlafstörungen - so dass Schlaganfall oder Herzinfarkt doch nicht aus heiterem Himmel gekommen sind. Die Signale des Körpers wurden wegen des stressigen Alltags nicht wahr oder nicht ernst genommen. Viele Menschen übergehen sie, obwohl gerade in dieser Situation Vorbeugen besser als Heilen ist.

Es kommt darauf an, auf seinen 'eigenen Arzt im Körper' zu hören und schon die leisen Signale als Warnung wahrzunehmen - also lieber einmal mehr den 'Arztkollegen' zu konsultieren. Den eigenen Arzt beachten heißt aber auch, dass jeder Mensch über Selbstheilungskräfte verfügt - also einen Abwehrmechanismus besitzt, der immer auch versucht, ein Gleichgewicht der physischen und psychischen Kräfte des Körpers herzustellen.

Erst, wenn das nicht oder nur unzureichend gelingt, kommt es zur Krankheit, die dann zum Arzt führen sollte. Diese Hilferufe oder Warnsignale, die Störungen an einzelnen Organen und schließlich im ganzen Körper hervorrufen, sollten ernst genommen werden; zumindest sollte das eigene Gesundheitsverhalten mit Ernährung, Bewegung, inneren und äußeren Belastungen kritisch geprüft werden, um Ursachen aufzuspüren und in gesunde Bahnen oder ins Wartezimer des Arztes lenken.

Häufig zitiertes Beispiel ist das Warnsignal Kopfschmerz: häufig geklagt, dumpfe, bohrende oder pochende Schmerzen an Stirn, Schläfen oder Hinterkopf steigern sich mitunter zur Migräne mit krampfenden Halbseitenschmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit. Hervorgerufen werden diese Beschwerden durch körperliche Ursachen wie Hormonschwankungen, Nacken-Verspannungen oder zu geringe Trinkmenge. Negativer Stress, Überforderung, zuviel Spannung oder Anspannung ohne Entspannung liegen als seelische Ursachen zugrunde.

Häufen sich diese Symptome nicht, kann man sich mit Spaziergängen an frischer Luft, regelmäßiger Entspannung und Lockerung - bei Bedarf auch mit einer Schmerztablette - selbst therapieren. Helfen diese Maßnahmen nicht, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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Mein Freund, der Hund - darf der mit ins Bett?

Seit Jahrtausenden gehört der Hund zum Menschen als treuer Begleiter und Beschützer oder bei unseren Kindern als Spielkamerad. Während der Hund in frühester Zeit lediglich einem Zwecke diente - etwa zur Jagd mitgenommen wurde oder dem Menschen auf sonstige Weise dienlich war, ist er heute ein beinahe vollwertiges Familienmitglied. Was aber sagt der Arzt zu einem engen Kontakt zwischen Mensch und Tier? Diese Frage wird oft bei Ankunft eines Babys oder beim Umgang mit einem Säugling gestellt. Vertragen sich Neugeborene und Tiere - insbesondere der Hund - überhaupt? Sollte man sie zusammen aufwachsen lassen oder ist wenigstens im ersten Jahr des Kindes davon abzuraten? Gilt der Hund als Infektionsquelle? Wie gefährlich ist er im engen Kontakt?

In der Regel sind Kinder laut, lebendig und versuchen, mit dem Tier zu spielen. Manchmal ist man unruhig, wenn ein kleines Kind einen Hund von hinten umarmt, meist passiert aber nichts. Trotzdem sollten Eltern ihren Kindern erklären, dass man den Hund nie erschrecken sollte. Wenn man ihm von vorn entgegen kommt, erst warten bis er mit wedelndem Schwanz Zuneigung signalisiert, dann kann man ihn anfassen.

Der Hund betrachtet ein Kind in der Familie meist als einen zu beschützenden Gegenstand. Trotzdem sollte man ein Kleinkind nicht mit dem eigenen Hund oder schon gar nicht mit einem fremden Hund allein lassen. Schon das Annähern an den Fressnapf kann plötzlich als Bedrohung verstanden werden, das Tier beißt unter Umständen zu. Der innige Kontakt mit Streicheln, Bürsten, Kämmen und Spielen birgt geringe Gesundheitsgefahren in Bezug auf Infektionserreger in sich. Meist weniger als sie in Kindergarten oder Schule aufgelesen werden. Und das, obwohl der Hund häufig Würmer und Ungeziefer aufnimmt oder beherbergt.

Ein Familienhund ist natürlich geimpft, entwurmt und kat keine Flöhe. Trotzdem sollte sich das Kind nicht im Gesicht lecken lassen oder den Hund küssen. Ein Hund gehört nicht als Schlafgast ins Bett, er hat sein eigenes biologisches Milieu und benötigt seine eigene Schlafstelle. Nach dem Kontakt sollte sich das Kind die Hände waschen. Die Eltern sind also in jedem Fall gefragt, wenn es um Einordnung und Hygiene des Tieres geht.

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Erkältung

(Teil 1) Erkältungen sind die häufigsten akuten Erkrankungen gerade in der kalten Jahreszeit. Und es trifft fast jeden. Deshalb ist es wichtig, zu den wenigen Gesunden zu gehören, besser noch: die Zahl jener durch Vorbeugung zu vergrößern.

Der wichtigste Faktor im Erkältungsgeschehen ist das Immunsystem. Dessen Training bestimmt, ob die Viren etwas anhaben können oder nicht. Das beste Training in Bezug auf eine Grippeerkrankung ist die Grippeschutzimpfung, weil der Körper mit den echten Influenza-Viren kontaktiert und bereits trainiert wird, Abwehrstoffe gezielt zu bilden. Bei einer Ansteckung reagiert er dann um so schneller, die Erkrankung verläuft abgeschwächt oder bleibt ganz aus.

Trotzdem sollte man sich gegen die Erkältungsviren allgemein und auch gegen Bakterien schützen. Dazu gehören das regelmäßige Händewaschen, weil beim Händeschütteln, an Türklinken , Telefonhörern und anderen vielberührten Dingen die Erreger als Schmierinfektion übertragen werden.

Papiertaschentücher sollte man also immer dabei haben, Dauerstress ist zu vermeiden und für ausreichend Schlaf und Entspannung zu sorgen. Wichtig ist auch die Bewegung an frischer Luft - ganz gleich bei welchem Wetter - aber ohne auszukühlen und ohne nasse Füße und nasse Kleidung. Vorbeugend wirken auch Inhalationen oder Saunabesuche, ausreichend Vitamin C-Schutz (2g/Tag). Hilfreich sind auch Nasenspülungen mit Salzwasser - sie spülen die Erreger von den empfindlichen Schleimhäuten ab.

Diese Tipps sollen eine Erkältung vermeiden. Werden erste Anzeichen wie Halskratzen und -schmerzen, Niesen, Naselaufen wahrgenommen, müssen stärkere Maßnahmen greifen. (Fortsetzung siehe Erkältung 2)

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Erkältung - das ist Husten, Schnupfen, Heiserkeit

(Teil 2) Wenn der Herbst mit seinem nasskalten Wetter Einzug gehalten hat, machen zugleich typische Symptome der Erkältung die Runde mit Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Hervorgerufen werden die lästigen Beschwerden durch Viren, von denen etwa 200 Arten grassieren. Durch Ansteckung - Anniesen, Anhusten oder Händeschütteln - können diese Mikroorganismen überspringen. Ihre Ansiedlung im Körper wird durch Unterkühlung und Stress des Organismus und einer damit einhergehenden Schwächung des Immunsystems gefördert. Dann können durch Vermehrung in den nächsten 24 und 72 Stunden erste Symptome auftreten, die vier bis vierzehn Tage anhalten - solange bis das Immunsystem die Viren besiegt hat. Es kommt durch Entzündungsvorgänge an der Schleimhaut des Nasen-Rachen- und Bronchialbereichs zu den ersten Symptomen: Kratzen im Hals, Halsschmerzen, Niesen und Naselaufen.

Was ist zu tun in der ersten Phase der Erkältung, die man am besten selbst bekämpft? Hier kann man Hausmittel einsetzen, um das Immunsystem zu unterstützen. Da man ohnehin mehr trinken soll, bietet sich in dieser Phase ein Kräutertee (Salbei, Lindenblüte) oder heiße Zitrone an. Damit die Schleimhäute feucht gehalten werden, sind Dampf- oder Aeresolinhalationen (Dampfbäder mit Salzwasser oder Kräutern) und Gurgeln mit Salzwasser (1/4 Teelöffel auf ein Glas warmes Wasser) zu empfehlen. Salbei und Kamillentee eignen sich ebenso. Auch der gute alte Halswickel mit lauwarmem Wasser und dem Handtuch 30 bis 40 Minuten um den Hals geschlungen, verschafft Erleichterung.

Ein warmes Vollbad mit anschließendem Schwitzbad oder ein Saunagang ist in den ersten zwei bis drei Tagen zu empfehlen. Dann sollte der Kopf wieder frei werden und Besserung eintreten. Geschieht das nicht, treten auch danach Fieber über 38,5 Grad, Husten, Auswurf und Gelenkschmerzen auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der 'echten' Grippe vorbeugend soll hier noch einmal die Grippeimpfung erwähnt werden, die vor schwerer und langwieriger Grippeerkrankung - nicht vor der beschriebenen Erkältung - schützt.

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Schnüffeln ist gefährlich

Nur wenige nehmen in Deutschland den Konsum von Schnüffelstoffen bei Kindern und Jugendlichen wahr oder ernst. Und doch hat schon jeder zehnte von ihnen Erfahrungen damit gemacht. Dann nämlich, wenn es zum plötzlichen Schnüffel-Herztod kommt. Beim Schnüffeln kann es durch eine verstärkte Katecholaminreaktion und Sauerstoffmangel am Herzen durch die geschnüffelten Aromate oder chlorierte Kohlenwasserstoffe zu Herzrhythmusstörungen mit Todesfolge kommen.

Die 'Europäische Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen' im Jahr 2003 brachte sowohl in Thüringen als auch in anderen Bundesländern bei Schülern der 9. und 10. Klassen ans Licht, dass elf Prozent der Schüler schon schnüffeln - meist täglich bis 40 Mal - oder sie haben es schon einmal probiert.

Wer schnüffelt, inhaliert flüchtige organische Lösemittel wie Benzin, Butan, Lachgas, Nitritverbindungen aus Fläschchen, einer Tüte oder einem Beutel. Diese Substanzen, zum Beispiel aus dem Feuerzeug, sind allesamt giftig oder verdrängen den Sauerstoff am Nervensystem, insbesondere im Gehirn. Sie erzeugen zunächst einen euphorischen Dämmerzustand mit Größenfantasien. Bewusstsein und Orientierung sind dann eingeschränkt (Delirium), motorische Unruhe tritt auf und das Denken geht verloren. Nicht lange und es folgen Bewusstlosigkeit und Atemstillstand. Die Jugendlichen wollen den Kick und unterschätzen, dass eine Gewöhnung einsetzt, das Gehirn und die Leber langsam aber sicher zerstört werden oder andere Süchte wie Heroinsucht gefördert werden.

Da die Schnüffelstoffe relativ leicht zu beschaffen sind, merken Eltern, Lehrer und Erzieher erst spät, was mit ihren Kindern los ist. Die Gesellschaft sollte hinsichtlich dieser gefährdeten jungen Menschen sensibilisiert werden, sie über die Gefahren aufklären, Kontrollen vornehmen und mit einem Arzt oder Sozialhelfer sprechen.

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Fasching - Zeit des wilden Küssens

Fasching ist die Zeit der Ausgelassenheit, des Küssens und Knutschens, aber auch die Zeit der Virenübertragung, vor allem vom Stamme des Herpes simplex-Virus, der die bekannten Lippenbläschen hervorruft und nicht ungefährlich ist.

Einige Stunden zuvor kündigt sich der Infekt durch Kribbeln, Jucken, Hautspannung, Schwellung und Rötung um den Mund oder die Nase an. Schon am nächsten Tag sind kleine unangenehm schmerzende Bläschen - so genannte Fieberbläschen - sichtbar. Gefüllt mit ansteckendem, flüssigem Inhalt, der nässt und schließlich Krusten bildet.

Meist hat man als Kind die ersten Kontakte mit dem Virus durchlebt, so dass sie im Erwachsenenalter im Körper (Nervensystem oder Oberhaut) auf der Lauer liegen und bei Schwächung des Immunsystems durch Erkältung, Stress und starke UV-Strahlung im Hochgebirge oder am Strand, aber auch auf der Sonnenbank, während der Menstruation oder Schwangerschaft, bei Ekel und Ängsten oder bei massiver Ansteckung reaktiviert werden, so dass ein neuer Schub auftritt.

Gefährlich wird die Herpes-Infektion, wenn sie auf das Auge, insbesondere die Hornhaut übergreift und hier Narben setzt, was sogar bis zur Erblindung führen kann.

Wenn Herpes-Bläschen mehr als acht Mal pro Jahr auftreten, so ist das auf ein geschwächtes Immunsystem zurückzuführen - und der Arzt gefragt. Andernfalls kann man durch Stärkung des Immunsystems mit gesunder Ernährung (Obst und Gemüse), Bewegung und Hautschutz vorbeugen. Die Bläschen selbst lassen sich durch Hygiene am schnellsten abheilen oder stoppen. Dazu zählen: eigene Zahnbürste, eigenes Besteck und Trinkgefäß, eigenes Handtuch, eigener Waschlappen. Wenn die Bläschen auftreten, nicht mit den Händen berühren. Hände gründlich waschen, Creme auftragen oder ein Herpes-Bläschen-Pflaster aufkleben. Am ansteckendsten ist die Flüssigkeit der Bläschen. Deshalb sollten in dieser Zeit keine Kontaktlinsen benutzt werden.

Also auch bei bester Faschingslaune: Vorsicht beim Fremdknutschen!

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Diabetes

Seit Beginn dieses Jahres existiert ein Testbogen (meist in Apotheken), der das Risiko gegenüber der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ermitteln soll. Er wurde als 'Findrisk'-Fragebogen in Finnland erprobt und gilt nun auch für die Deutschen, allerdings nur für den Typ 2 der Diabetes, jener Erkrankung, die auf das Nachlassen der Insulinproduktion im Alter zurückzuführen ist.

Seit einiger Zeit erkranken aber auch immer mehr junge Menschen daran, wenn durch Übergewicht und Bewegungsmangel die Bauchspeicheldrüse als Insulinproduzent überfordert wird. Die Hauptursachen des Diabetes werden in Risikofaktoren gesehen. So beschäftigt sich ein Punkt mit Alter und Blutsverwandten, weil mit zunehmendem Alter das Risiko wächst, bei Erkrankung eines Elternteils liegt das Risiko sogar bei 30 bis 40 Prozent. Fragen zum Taillenumfang, Body-Maß-Index (BMI) und zur Ernährung ermitteln den Zusammenhang zwischen Übergewicht, falschem (z.B. zu fettem) Essen und den erhöhten Zuckerwerten im Blut, denen man mit angepasster Ernährung, viel Obst, Gemüse und Roggen/Vollkornbrot und ausreichender Bewegung (30 Minuten täglich entweder aktiver Sport, Spazierengehen, Radfahren, Haus- oder Gartenarbeit oder Bewegung am Arbeitsplatz) entgegen wirken kann.

Da der Blutdruck eine wichtige Rolle für Folgeerkrankungen wie Gefäßschäden, Schlaganfall, Herzinfarkt und Durchblutungsstörungen spielt, ist nach der Höhe und Behandlung gefragt. Die Auswertung nach einem Punktsystem zeigt das Risiko an. Der Blutzuckerwert, gemessen im Blut an der Fingerspitze oder im Ohrläppchen gibt schon einen Hinweis, ob der nächste Gang zum Hausarzt, zu einem Diabetologen oder zur nächsten Kontrolle führt. Deshalb ist der Test in der Apotheke oder beim Hausarzt nicht eine präzise Voraussage, sondern ein neuer Ansatz zur Prävention.

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