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Ratschläge

Gesundheits-Tipps für den Alltag

Teil 1

Stichwortverzeichnis:

Abnehmen mit Köpfchen

Spirituelles Fasten im Zusammenhang mit dem Osterfest macht die Christen nicht nur glücklich, sondern auch vorübergehend schlank. Für die 46 Millionen Deutschen, die deutlich zu dick sind, kein schlechter Effekt. Aber erstens fasten nur wenige und zweitens setzt nach dem Fest der so genannte Jo-Jo-Effekt ein, der die Pfunde wieder ansteigen lässt. Diese Reaktion wird im Organismus durch Hormone gesteuert: Die Glückshormone Serotonin und Dopamin machen den Menschen zufrieden und dämpfen das Bedürfnis nach mehr Kalorien, während bei Psycho-Stress das Hormon Cortisol vermehrt ausgeschüttet wird. Dieses 'Fress-Hormon' macht Appetit und dick . Das erklärt auch, dass Angst und Frust die Esssucht mehrt, Einsamkeit, Zeitdruck wird 'weggegessen'. Schon im Kindesalter wird mit Süßem belohnt, negative Ereignisse damit überspielt. Das kann auch bis in das Erwachsenenalter prägen.

Deshalb sollte man mit Verstand an das dauerhafte Abnehmen herangehen - es beginnt im Kopf. Nächtliche Essattacken, Schlemmerorgien und das Naschen von Süßem über den Tag zwischendurch sollten unterbleiben, eine Alternative wäre Bewegen, Sport, mit dem Partner reden, Musik hören. Wenn man das erste Sättigungsgefühl verspürt, muss auch der Teller nicht immer leer gegesssen werden und nach 16 Uhr sollte nur noch ganz wenig gegessen, dafür Wasser getrunken werden. Das wiederum regt die Produktion des Melatonin-Hormons an, das den biologischen Alterungsprozess verlangsamt. Das Frühstück am nächsten Morgen kann dafür reichlich sein, um das Glücks- und Wohlfühlhormon Serotonin wieder anzuregen.

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Dem Alter ein Schnippchen schlagen

Das eigentliche Geheimnis eines langen, gesunden Lebens sind nicht die Hormone, sondern ist in 80 Prozent das gesunde Verhalten und in 20 Prozent anlagebedingte Gene, sagt Prof. Demko, ein Altersforscher aus Florida/USA.

Das Altern beginnt also bei uns selbst und im Kopf, d.h. bei einer aktiven Einstellung und einem gesunden Lebensstil. Schon ab dem 60sten Lebensjahr sollte man modern und locker bleiben, vor allem tätig, keine Ängste zulassen, sich Aufgaben stellen, dabei Höhepunkte schaffen und bei Erfüllung Freude empfinden. Das kann durch eine bestimmte Arbeit sein, aber auch durch eine Wanderung, einen Museumsbesuch, ein Hobby, eine schöne Reise, ein Buch usw.

Dazu muss der Lebensablauf dem Alter in Bezug auf die Ernährung angepasst werden mit weniger essen und leichten Mahlzeiten bis 18 Uhr, mit Salaten, Gemüse, viel Obst, weniger Fleisch und Fett, aber Eiweiße und Kohlehydrate in Form von Fisch, mageren Fleisch, Eiern, Soja und Vollkorn, sowie Mineralstoffen, viel Trinken, d.h. täglich zwischen 1,5 und 2,5 Liter Mineralwasser oder Tee, nur ein Glas Rotwein oder Bier.

Ausreichende Bewegung sorgt für mehr Sauerstoff im Körper, vor allem im Gehirn, wobei Spaziergänge, Wandern, Gartenarbeit, Schwimmen auch Stress abbaut, gegen Arthrose und Gicht hilft und Herz-Kreislauf in Gang hält. Die geistige Fitness erhöht man mit täglichem Zeitung lesen oder Büchern, Kreuzworträtseln, Gedichte oder Sprachen lernen, aber immer neugierig und aufnahmefähig bleiben, Lachen und Liebe bis ins hohe Alter würzen das Leben, lassen den Menschen nicht vereinsamen und halten fit.

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Durchfall - Montezumas Rache

Manchem wird die schönste Zeit im Jahr vermiest, wenn vor allem in warmen Ländern "Montezumas Rache" zuschlägt und Durchfall den Urlauber aufs Klo verbannt.

Ursachen sind oft das leckere Eis am heißen Strand, die Eiswürfel in der Cola, die Hackfleisch-Spieße im einheimischen Restaurant oder das ungewaschene Obst vom Obstbasar genascht. Oft wird der gute Rat: schäle es, koche es oder vergiss es, nicht ernst genommen und auch weitere vorbeugende Maßnahmen wie in südlichen, orientalischen oder tropischen Ländern kein Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken, keine zu fettigen oder zu scharfen Speisen zu sich zu nehmen oder Muscheln, Fisch, Eier oder rohes Fleisch zu meiden, weil hier die Salmonellen besonders gut gedeihen. Auch mit Desserts, die Eier oder Mayonnaise enthalten,sollte man vorsichtig sein. Vor dem Essen und nach dem Toilettenbesuch ist gründliches Händewaschen angesagt.

Trotz dieser vorbeugenden Hygienemaßnahmen können bakterielle oder virale Durchfallerkrankungen auftreten. Dann sollte man nicht lange zögern und die richtigen Medikamente einnehmen: ein Motalitätshemmer wie Immodium akut stoppt zwar den Durchfall, aber heilsamer für den Darm ist ein Hefepilz (z.B. Perenterol), der als Biotherapeutikum die krankmachenden Bakterien abtötet, Giftstoffe bindet und die Abwehr stimuliert. Dazu ausreichende Flüssigkeits- und Mineralstoffzufuhr (Tee oder Elektrolytlösung) bringt den Darm wieder in Ordnung, so dass man sich mit Montezuma wieder versöhnen kann.

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Ewige Jugend?

Ewige Jugend durch Hormone? Gibt es das? Immer wieder hört man diese Frage. Hormone, um das Alter zu besiegen, haben Konjunktur. Es ist eine Welle, die von Amerika herüber schwappt und uns bereits erreicht hat. Wird der große Wunsch der Menschheit nach ewiger Jugend und Gesundheit Wirklichkeit? Ein Blick in meine Arztpraxis lässt das Gegenteil vermuten.

Es gibt Geschlechts- und Wachstumshormone, wie das Oestrogen, Testosteron, das Dehydroepiandrosteron (DHEA), das hGH (human growth Hormon - Wachstumshormon) und Melatonin, die die Knochen vor Osteoporose schützen (Oestrogen), Muskeln statt Fett aufbauen (Testosteron), gegen Antriebsschwäche und Lustlosigkeit wirken (DHEA) und zur raschen Zellerneuerung (hGH) beitragen oder den Schlaf und die innere Uhr regulieren (Melatonin), aber nur, wenn ein Mangel besteht.

Also müßte vorher immer ein Arzt eine Hormonbestimmung vornehmen, um dann gezielt den Ausgleich zu verordnen. Bekannt sind die Oestrogen-Gaben während der Wechseljahre der Frau. Hier ist es oft ein Erfordernis, um Wechseljahrbeschwerden zu beseitigen.

In allen anderen Fällen muss man vor Nebenwirkungen warnen, wenn Hormone wie in den USA als Pillen, Kaugummi und Lösungen zum Trinken in Drogerien angeboten und frei gehandelt werden. Dabei ist die Gefahr z.B. einer Krebsentstehung bei den Geschlechtshormonen oder von Schlaganfall und Herzinfarkt bei Wachstumshormonen zu groß.

Stets sollte hier der Facharzt entscheiden, der kritisch das Nutzen - Risiko - Verhältnis bei einer solchen Behandlung abzuwägen versteht. Bei krankhaften Störungen ist ein Einsatz angezeigt, aber nicht ohne Kontrolle.

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erhöhte Temperatur oder Fieber

Wird die normale Köpertemperatur von 37 Grad C überschritten, werden bis 38 Grad erhöhte Temperaturen gemessen. Danach spricht man von mäßigem Fieber und über 39 Grad C von hohem Fieber. Selten werden bis 41 Grad C erreicht.

Dieses akute Symptom verrät, dass das Abwehrsystem mit Eindringlingen wie Bakterien, Viren oder Toxinen kämpft. Auch wenn Begleitzeichen wie Appetitlosigkeit, Kopfschmerz und Schwitzen unangenehm sind, ist Fieber für den Körper ein wichtiges und gutes Zeichen, wenn es über einige Stunden bis ein oder 2 Tage nicht über 39 Grad hinausgeht.

Ist die Ursache eine Infektion mit Bakterien oder Viren sollte man in dieser Zeit das Bett hüten und mit Hausmitteln die Körperabwehr mit Flüssigkeitszufuhr von heißem Tee, z. B. Lindenblüten- oder Fliedertee, heißem Zitronenwasser und Ruhe unterstützen. Zum Fiebersenken hilft das alt bewährte Hausmittel Wadenwickel.

Fieber wird allerdings von chronisch Kranken (z. B. Herzpatienten, Diabetiker, Hypertoniker), älteren Menschen und Kleinkindern (besonders mit Krampfneigung) nicht so gut verkraftet, weil Kreislauf und Stoffwechsel doch erheblich belastet werden.

Sollten bei ihnen Temperaturen von 39 Grad C und darüber gemessen werden, muss ein Arzt konsultiert werden. Gesunde verkraften Temperaturen für kurze Zeit problemlos. Immer aber sollte nach der Ursache dieses Symptoms Fieber gefahndet werden, vor allem, wenn es länger als 2 - 3 Tage anhält.

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Heuschnupfen

Die Saison ist bereits eröffnet. In diesem Jahr sogar früher, denn schon seit Februar haben Menschen mit juckenden Augen, laufender Nase und Atembeschwerden auf Pollen von Erle und Hasel reagiert.

Und es werden immer mehr (über 12% der Bevölkerung), die eine Pollenallergie ausbilden oder darunter leiden. Dabei sind mehr Städter als auf dem Land Lebende betroffen, weil Abgase und Schmutz die normale Schutzfunktion der Atemwegsschleimhäute herab setzen.

Oft ist es das nächtliche Schnarchen, das den Partner aus dem Ehebett vertreibt oder die lästigen Augenprobleme, die man zuerst fehl deutet, bis man durch eine verstopfte Nase oder häufigen Niesreiz darauf kommt, dass eine Überempfindlichkeit des Immunsystems vorliegt. Die Gefahr besteht darin, dass, wenn man nicht erfolgreich behandelt, ein Bronchialasthma daraus werden kann.

Ein Arzt (am besten HNO oder Lungenfachmann) testet mit einer Palette verdächtiger Stoffe auf der Haut, im Blut oder an den Atemwegen selbst. Danach kann man sich für eine kausale Hypo- oder Desensibilisierung über zwei bis drei Jahre oder symptomatische Therapie mit Antihistaminica, Mastzellenstabilisatoren oder Corticoiden entscheiden.

Nur die spezifische Immuntherapie über drei Jahre hinweg mit Spritzen soll die Symptome mindern und vor allem das Risiko Asthma beseitigen.

Man kann mit einigen Tipps selbst zur Erleichterung beitragen:

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'Höhen'-Ausflug

Menschen jeden Alters trauen sich vor allem in Freizeit und Urlaub alles zu. Je extremer, um so besser, gerade wenn es um extreme Höhen geht. Ist es aber für alle gesund und förderlich für die Gesundheit? Natürlich gibt es Grenzen und vor allem für Ungeübte und für ältere Menschen. Dabei sind das Herz-Kreislaufsystem und die Lungen die begrenzenden Faktoren.

Wer auf dem Fahrradergometer ohne Schwierigkeiten 5 Minuten lang 125 Watt strampelt, der kann problemlos bis 4000 Meter hoch steigen. Je langsamer der Aufstieg erfolgt, um so besser die Anpassung. Treten jedoch Herzschmerzen (instabile Angina pectoris) und Herzrhythmusstörungen bei Belastung auf oder steigt der Blutdruck bei Hypertonikern trotz medikamentöser Einstellung auf systolische Werte über 200 mm Hg und diastolisch über 120 mm Hg an, dann ist eine Höhentour grundsätzlich untersagt.

Patienten, die schon im Tal beim Wandern nach Luft ringen, sollten einen Aufstieg unterlassen. Das betrifft vor allem Menschen mit Lungenemphysem und Asthma bronchiale, wobei Emphysomatiker weitaus gefährdeter sind. Für Asthmatiker können bei langsamem Aufstieg auf 1500 bis 2000 m sich die Luftverhältnisse sogar bessern.

Ein schneller Aufstieg soll aber in jedem Fall vermieden werden. Fährt man mit Seilbahn oder Lift in solche Höhen, sollten sich solche kranke und ältere Menschen eher ruhig verhalten und extreme zusätzliche Belastungen gerade in der Höhe vermeiden.

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Husten

Husten ist keine Krankheit, aber hinter dem Symptom können sich viele Krankheiten verbergen.

Da die Atemwege direkt mit der Umwelt in Verbindung stehen, werden auch alle Luftschadstoffe wie Schwebestaub, Schadgase, Pollen, Bakterien, Viren und besonders Zigarettenrauch eingeatmet.

Die Bronchialschleimhaut reinigt sich mit einem Hustenstoß verbunden mit Schleimauswurf als natürlicher Abwehr.

Erliegt dieser Schutz- und Reinigungsmechanismus oder wird er überfordert auch durch Entzündung bei einer Erkältung , dann geht nach 2- 3 Wochen Husten und Auswurf die akute Bronchitis in eine chronische Form über.

Schon die akute Bronchitis, wenn sie mit Fieber verbunden est, benötigt ärztliche Behandlung, erst recht, wenn die Symptome nach 2 Wochen nicht abheilen. Dann droht der Übergang in eine krampfartige Bronchialerkrankung oder ein Asthma bronchiale, das mit zähem Auswurf, pfeifenden Atemgeräuschen, starken, lang andauernden Hustenanfällen besonders morgens, schwerem, keuchendem Atem und Druck- oder Engegefühl im Brustkorb verbunden ist.

Nun wird es höchste Zeit zum Hausarzt oder sofort zum Lungenfacharzt zu gehen, um die Ursache abklären und ausreichend behandeln zu lassen. Asthma und andere Lungenerkrankungen beginnen stets harmlos, sind aber immer ernst zu nehmen, wenn der Husten nach 2 Wochen nicht verschwindet. Gerade im Frühstadium normalisiert sich die Bronchialschleimhaut vollständig.

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Impfen lassen!

Die kühlen Nächte sprechen für den Herbst und kündigen schon den Winter an. In dieser Zeit denken viele Menschen zwar daran, ihr Auto winterfest zu machen, aber wenige an die eigene Gesundheit.

Die Kälte macht den Körper anfällig gegenüber Infektionen, wobei die Grippe und Lungenentzündung durch Pneumokokken alle, aber besonders Ältere und chronisch Kranke wie Diabetiker, Bronchitiker, Herz-Kreislauf sowie Leber- und Nierenkranke treffen können. Gefährdet sind auch solche, die berufsbedingt mit vielen Menschen umgehen, wie Verkäufer, Busfahrer, Lehrer, Bankangestellte, Friseure, Gesundheitspersonal u.v.a.

Obwohl im letzten Winter nicht viel von einer Grippe zu merken war, starben in Deutschland etwa achttausend Menschen an deren Folgen. Auch in diesem Jahr werden wieder Grippeviren erwartet und trotz aller Abhärtungsmaßnahmen wie Saunabesuche, wechselwarmes Duschen, warme Kleidung, Bewegung an frischer Luft, kann einen jeden die echte Grippe mit plötzlich hohem Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen, Husten und Auswurf treffen.

Den sichersten Schutz bietet immer noch die Grippeschutzimpfung. Trotzdem ist man nicht vor einer Erkältung gefeit, aber eine schwere Grippe bekommt man mit Sicherheit nicht. Der Impfstoff ist schon da und je früher geimpft wird, um so besser.

Aber auch gegen die Pneumokokken - Pneumonie (Lungenentzündung) vor allem der Menschen über 60 Jahre, die das Immunsystem schwächt und sehr schwer, sogar tödlich verlaufen kann, sollte man sich impfen lassen. Der Hausarzt verfügt auch über diesen Impfstoff und berät seine Patienten.

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Lampenöle sind brandgefährlich

Es betrifft zumeist das höchste Gut unserer Gesellschaft, unsere Kinder. Und gerade in dieser Jahreszeit, wo in Haus und Garten eine Petroleumlampe bis spät in die Nacht leuchtet und zur Gefahr werden kann.

Seit 1990 wurden bei uns 5 Todesfälle bei Kindern durch parafin- und petroleumhaltige Lampenöle registriert, und die zwei jüngsten Fälle im vergangenen Monat mahnen erneut zur Vorsicht beim Umgang mit diesen Chemikalien. Die Ein- bis Dreijährigen haben an Behältern einer Gartenfackel getrunken bzw. am Draht das Öl abgesaugt. Es waren stets ungefärbte und umparfümierte Lampenöle, denn seit 1999 gibt es ein Verkaufsverbot für gefärbte, parfümierte, parafin- und petroleumhaltige Lampenöle, jetzt auch europaweit. Die Todesfälle und eine große Anzahl von Vergiftungen betreffen also die noch zugelassenen ungefärbten und unparfümierten. Auch kleinste Mengen verschluckt, rufen Übelkeit und Erbrechen hervor. Weniger als ein Gramm "kriecht" in die Lungen und reicht aus, um schwere Lungenentzündungen auszulösen, woran die Kinder sterben. Auch flüssige Grillanzünder, Petroleum und Feuerspuckflüssigkeiten stellen eine solche Gesundheitsgefahr dar und sollten kindersicher mit entsprechenden Verschlüssen, Warnhinweisen u.a. versehen werden.

Weniger Risiken bergen die auf dem Markt befindlichen Lampenöle - Ersatzstoffe auf der Basis von Biodiesel in sich. Sollte ein Kind doch einmal flüssige Brennstoffe getrunken haben, gilt: Kein Erbrechen auslösen, sofort das Giftinformationszentrum in Erfurt informieren und das Kind umgehend in die Klinik bringen. Vorbeugen ist wie immer auch hier die bessere Methode.

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Nur ein wenig Husten?

Lungenkrebs und Rauchen wird von vielen Menschen spontan in Verbindung gebracht, an COPD aber denkt keiner, obwohl in Deutschland schon fünf Millionen daran leiden, Tendenz steigend. COPD steht für chronisch obstruktive (verkrampfende) Lungenerkrankung (englisch Pulmonary Disease), d.h. im Vordergrund steht der Husten, der über mehr als drei Monate anhält. Hinzu kommt dann morgendlicher Auswurf und Atemnot bei Anstrengungen.

An diese geringen Zeichen einer Lungenerkrankung hat man sich öfter über Jahre gewöhnt, gehört zumindest bei einem Raucher dazu.

Die Gefahr aber schlummert still in der Schleimhaut der Bronchien. Es bildet sich immer mehr Schleim, der nicht mehr durch Husten abtransportiert werden kann, die natürlichen Flimmerhärchen nehmen ab, dafür schwillt die Schleimhaut an - es kommt zur Verstärkung der Atemnot. Wie ein Ventil bleibt mehr verbrauchte Luft in den Lungenbläschen zurück, blähen sie wie ein Luftballon auf. So entsteht ein Lungenemphysem (Lungenüberblähung).

Letztendlich kann daraus eine asthmatische Reaktion mit Luftnotanfällen entstehen, die ein normales Leben erheblich einengen. Schließlich fehlt dem Körper ausreichend sauerstoffreiche Luft - es kommt zu Leistungsminderung.

Eine Heilung ist kaum möglich, aber eine ständige ärztliche Behandlung dringend nötig.

Deshalb gilt die Aufmerksamkeit der Vorbeugung, d.h. in erster Linie das Rauchen einzustellen, Lungeninfekte ohne Restfolgen behandeln zu lassen und Luftverschmutzungen (Staub, Gase, Dämpfe) zu meiden.

Für COPD-Patienten gibt es eine Vielzahl von sportlichen (Lungensport), physiotherapeutischen, inhalativen und anderen medikamentösen Wegen der Behandlung, um im frühen Stadium die Krankheit zu beseitigen.

Die Krankheit wird immer 'weiblicher', weil mehr Frauen und Mädchen regelmäßig rauchen und sich leider an den 'Raucherhusten' gewöhnen.

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Schnupfen im Urlaub

Jeder, der in seinem Urlaub in den Süden fliegt, freut sich auf den Strand und möchte nicht wegen einer Erkältung in den ersten Tagen das Hotelbett hüten. Es passiert aber doch öfters als man denkt, denn das Flugzeug mit seiner Klimaanlage, dem notwendigen Druckausgleich, was der Mensch verkraften muss und die engen Verhältnisse sind gute Voraussetzungen krankmachende Keime zu verbreiten, die zu fieberhaften Infekten im Hals - Nasen - Ohrenbereich führen.

Dazu kommt noch Stress, der die Abwehrkraft mindert. Wenn der Nebenmann im Flugzeug verschnupft ist, hustet und niest dazu, Zugluft, schwankende Temperaturen, eventuell die Zeitverschiebung mit Schlafentzug und schon reagieren die eigenen Atemwege. Die Frage, ob die körperliche Abwehr ausreicht, entscheidet sich sehr schnell. Man soll es nicht darauf ankommen lassen.

Deshalb sollen einige vorbeugende Tipps helfen, die Urlaubszeit gesund zu überstehen.

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Eine Seefahrt, die ist (nicht immer) lustig

Es sind mehr die reiselustigen Senioren, die in ihrem Urlaub den Kreuzfahrt-Tourismus bevorzugen, weil dieser Bequemlichkeit und Sicherheit verbindet. Deshalb wird auch häufiger in den Arztpraxen die Frage nach der gesundheitlichen Eignung gestellt.

Grundsätzlich ist man auf einem modernen Liner ärztlich gut versorgt und trotzdem kann manche Krankheit dem Urlauber die ganze Reise vermiesen.

Günstig ist, wenn der Hausarzt seinem älteren Patienten einen Arztbrief oder ein Attest über die Grunderkrankung und die Medikamente mit gibt. An Bord ist besonders mit Erkältungen und grippalen Infekten zu rechnen, weil sich die Passagiere auf engem Raum durch Tröpfchen-Infektion relativ schnell anstecken können. Reisedurchfälle sind relativ selten, wenn man bei Landgängen nicht 'sündigt', d.h. auf Märkten oder Basaren herum nascht.

Wer schon an Land unter Schwindelattacken leidet, sollte das durch eine Schiffsreise nicht noch verstärken. Ihm sollte man lieber abraten. Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, coronarer Herzkrankheit oder Diabetes mellitus sollten vor Fahrtantritt gut eingestellt sein und ausreichend Medikamente im Reisegepäck haben, eher einen kleinen Vorrat mitnehmen.

Ein Hinderungsgrund aber sind diese Krankheiten nicht mehr. Ein Gespräch mit Ihrem Arzt schon bei der Planung einer Schiffsreise ist immer günstig.

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Sport nach Infekten

In der Mehrzahl sind unsere Sportler junge, muskelkräftige, gesunde Menschen. Und doch kommen plötzliche Todesfälle vor, wie der des Fußballers des FC Carl Zeiss Jena Axel Jüptner 1998. Es zeigt, wie gefährlich es ist, während eines fieberhaften Infektes auf das Spielfeld zu gehen und sich körperlich zu belasten. Jeder dritte Sport-Todesfall geht auf Kosten einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Zumeist ist nach einer Virusgrippe oder einem fieberhaften Infekt der Herzmuskel mit angegriffen (Myocarditis) oder die Herzdurchblutung ist durch eine Erkrankung vermindert, der Herzmuskel erweitert oder das Reizleitungssystem ist gestört, was sich in Herzrhythmusstörungen ausdrückt.

Solche Herzerkrankungen auch unter 35 Jahren verbieten den Sport, d.h. jede körperliche Belastung kann sofort zu einer Überlastung des Herzens und Kreislaufs führen, im Extremfall zum Herzversagen und Tod. Deshalb empfiehlt es sich, solange die Körpertemperatur erhöht ist, keinen Sport zu treiben. Erst muss die 'Erkältung' abgeklungen sein. Erst 3 bis 5 Tage nach der völligen Entfieberung kann mit leichten Belastungen begonnen werden, nach weiteren eineinhalb bis zwei Wochen kann man die Belastung wieder langsam steigern.

Der Ausgangszustand wird erst nach drei bis vier Wochen wieder erreicht. Es ist eine völlige Fehleinschätzung, wenn ein Sportler und das gilt für jeden Sporttreibenden eine krankheitsbedingte Leistungsschwäche mit doppeltem Training auszugleichen versucht. Langsame Wiederanpassung an das alte Leistungsniveau ist der sportliche Grundsatz.

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Bloß keinen Stress

Ein Leben ohne Stress ist nicht möglich, weil der Mensch Belastungen braucht, um Lebenssituationen zu meistern, seinen Körper zu schützen und in Schwung zu halten.

Doch wo liegt die Grenze zum Übergang in den krankhaften Bereich?

Der Stress als Mobilmachung im Körper setzt Energien frei, durch Ausschüttung des Hormons Adrenalin werden Körperreserven wie Fette und Blutzucker aktiviert und im Blut erhöht. Dazu steigen Blutdruck, Herzfrequenz, Blutgerinnung und Sauerstoff-Verbrauch an, damit man angreifen oder flüchten kann. Geschieht das aber nicht, bleiben die Energien ungenutzt. Gesünder wäre es, durch sportliche Betätigung oder Gartenarbeit diese Energien "abzuarbeiten".

Mehrfache tägliche Stresssituationen ohne Energieverbrauch, vielleicht zusätzlich den Kreislauf durch Kaffeetrinken anregen, durch Rauchen die Gefäße verengen und den Sauerstoff vermindern, kann zu dauerhafter Erhöhung von Puls und Blutdruck, von Blutzucker und -fetten führen bis hin zur harten Konsequnz: Herzinfarkt und Schlaganfall. Um das zu verhindern, muss jeder für sich versuchen, den Stress zu erkennen und abzubauen.

Was kann man tun?

Eine stressfreie Arbeit und Umwelt zu schaffen ist unmöglich. Es gilt aber, Stresssignale wie Gereiztheit, innere Unruhe, Schlafstörungen, Erschöpfung, Schweißausbrüche, Pulsrasen, Herzdrücken, Konzentrationsschwäche, depressive Verstimmung frühzeitig zu erkennen. Dann wird es höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen und durch aktive Muskelentspannung, Yoga, autogenes Training oder Meditation den Körper zur Ruhe bringen oder durch Sport und aktiven Urlaub die Energien richtig lenken.

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Der Flug in den Urlaub

Millionen Menschen jeden Alters fliegen auch in diesem Jahr wieder in den Urlaub. Es gibt jedoch Erkrankungen, die ganz oder vorübergehend fluguntauglich machen oder bestimmte Bedingungen an das Fliegen knüpfen. Man muss sich vorstellen, dass im Flugzeug geänderte Bedingungen auf den Körper wirken, etwa so als wenn man sich auf einem Berg von 2000 bis 2500 Meter aufhält. Der Sauerstoffdruck sinkt ab, so dass nur noch eine Sauerstoffsättigung von 90 % vorhanden ist. Es kommt zu einer Volumenzunahme in Körperhöhlen wie Mittelohr, Nebenhöhlen, Darm und Brustkorb, die Luftfeuchtigkeit sinkt auf 15% ab. Außerdem belasten beengte Sitzverhältnisse, oft auch Stress durch Aufregung und Zeitdruck, Schlafmangel und gestörten Rhythmus den Fluggast. Fliegen ist doch bei aller Freude auf den Urlaub eine Belastung.

Wer darf aus Gesundheitsgründen nicht fliegen?

In erster Linie Herz-Kreislauf-Kranke, bei denen ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall aufgetreten ist, die eine Bypass- oder Gefäßoperation hinter sich gebracht haben. Sie sollten je nach Schwere drei bis sechs Wochen nach dem Ereignis nicht fliegen. Gar nicht einsteigen sollten Hypertoniker mit systolischen Werten um 200 mm Hg, Menschen mit Herzschwäche mit verminderter Leistung , mit schweren Herzrhythmusstörungen. Aber auch Menschen mit schwerem Asthma, schwerer chronischer Bronchitis, akuten fieberhaften Infekten oder Grippe, mit einem hohem Thrombose- oder Embolierisiko, mit Epilepsie.

In jedem Fall sollte man sich mit seinem Arzt beraten und bei Erlaubnis die entsprechende Medizin im Handgepäck haben, während des Fluges ausreichend trinken, aber keinen Alkohol und Kaffee. Bewegungsübungen am Platz und im Gang sind bei längeren Flügen gerade bei Krampfadern zur Thrombosevorbeugung unerlässlich. Eine vorherige ärztliche Untersuchung und eine vorbeugende Medizin, die man während des Fluges einnimmt, ist oft unerlässlich.

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